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descriptionToilettenschild
Bakterien gelangen bei Frauen besonders schnell in die Blase. So kann z. B. sexuelle Aktivität bei ihnen zur sogenannten Honeymoon-Zystitis führen.
descriptionToilettentür
Die Symptome sind meistens eindeutig und heftig: Brennen, Schmerzen beim Wasserlassen und ständiger Harndrang sind Anzeichen einer Blasenentzündung.
descriptionPetrischalen
Die Blase ist von Natur aus gut vor Krankheitserregern geschützt. Einigen gelingt es manchmal trotzdem, sich dort anzusiedeln. Die Urinuntersuchung entlarvt sie.
descriptionTabletten
Nur konsequente Therapie schützt vor dem Wiederaufflackern der schmerzhaften Entzündung – aber auch vor einer Ausbreitung in die Nieren.
descriptionPreiselbeeren
Gibt es so etwas wie Blasenpflege? Ja! Viel trinken, warm halten, sorgfältige Hygiene und bestimmte Heilpflanzen sorgen für eine optimale Blasenfunktion.
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Die besten Tipps für Ihre Blase

Bei einer Harnblasenentzündung (kurz: Blasenentzündung, medizinisch: Zystitis) ist oft eine konsequente Antibiotikatherapie die beste Lösung. Sie kann durch verschiedene Maßnahmen unterstützt werden. Im Idealfall sollte es jedoch gar nicht so weit kommen: Viel trinken, warm anziehen, bestimmte Hausmittel und eine schonende Hygiene können einer Harnwegsinfektion wirksam vorbeugen.

Im Überblick



Viele Frauen leiden immer wieder unter Blasenentzündungen und versuchen mit Blasentees und anderen Hausmitteln die Therapie selbst in die Hand zu nehmen. Oft heißt das nur: die Beschwerden zu verlängern und den Besuch beim Arzt hinauszuzögern. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass die Blasenentzündung so abheilt, aber wer will schon gern länger leiden als nötig? Und für Schwangere, Mädchen unter 16 Jahren, Kinder, ältere Menschen und Männer käme dieser Rat wirklich teuer: Hier ist der sofortige Gang zum Arzt immer der beste Weg.
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Viel trinken und warm halten

Aber können Sie gar nichts tun, um die Beschwerden zu lindern oder den Heilungsprozess zu unterstützen? Doch. Und zwar viel trinken – eineinhalb bis zwei Liter am Tag. Denn dadurch werden die Bakterien schnell aus dem Körper gespült. Viele Betroffene machen gute Erfahrungen mit Nieren- und Blasentees, die harntreibend sind und die Ausscheidung noch beschleunigen. Diese Tees enthalten für gewöhnlich Bestandteile von Arzneipflanzen wie Brennnesselblätter, Bärentraubenblätter, Birkenblätter oder Moosbeeren (= Cranberry). Dass diese Tees tatsächlich eine heilsame Wirkung haben, konnte mit wissenschaftlichen Studien bis jetzt aber noch nicht abschließend bewiesen werden. Schwangere sollten sich bei der Wahl eines Blasentees von ihrem Arzt oder ihrem Apotheker beraten lassen, denn nicht alle Produkte sind auch für die Schwangerschaft geeignet.

Ein weiterer Tipp, den Blasenentzündungsgeplagte gern geben, ist: warm halten. Auch hier fehlt der wissenschaftliche Nachweis noch, aber das Vermeiden von Nässe, Kälte und kalten Füßen wirkt auf alle Fälle wohltuend und hat daher seine Berechtigung.
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Beeren-starke Unterstützung

Inzwischen gibt es wissenschaftliche Hinweise: Die herbsüße Moosbeere (Cranberry) schützt die Harnblase. Durch ihre sogenannten Anthocyane verhindern Moosbeeren, dass sich Keime an die Blasenwand heften können. Sie werden stattdessen bei der nächsten Blasenentleerung aus dem Körper gespült. Reichlich trinken unterstützt diese Wirkung noch. Preiselbeeren gibt es nicht nur in jedem gut sortierten Lebensmittelgeschäft als Marmelade, Gelee oder Saft – man kann die schmackhaften Beeren auch in Form von hoch konzentrierten Lutschtabletten in der Apotheke bekommen.

Allerdings wird die Wirksamkeit der Cranberry in unterschiedlichen Studien auch unterschiedlich beurteilt. Das heißt, eine einheitliche, wissenschaftlich fundierte Aussage zur Wirksamkeit liegt zurzeit nicht vor.

Vorsichtig sollten Patienten sein, die außerdem den Wirkstoff Warfarin (ein Gerinnungshemmer) einnehmen.
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Hygiene: nicht zu viel, aber richtig

Da bei Frauen Erreger aus dem Darm leichter in die Harnblase gelangen können als bei Männern, ist die richtige Hygiene sehr wichtig. Richtig heißt zuerst einmal: nicht zu viel und mit den richtigen „Zutaten“ – also am besten Intimwaschlotionen oder -seifen, die die empfindliche Scheidenflora nicht aus der Balance bringen und einen für den Intimbereich passenden pH-Wert haben. In der Regel sind gute Intimpflegeprodukte entsprechend ausgezeichnet. Das ist deswegen so wichtig, weil die natürliche Scheidenflora bereits einen guten Schutz vor Erregern auch im Harntrakt bietet.

Zu häufiges Waschen, Scheidenspülungen und stark parfümierte Seifen können jedoch zu Irritationen führen, die es Keimen leicht machen, sich zu vermehren. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Genitalhygiene ist die „richtige Richtung“: Sowohl beim Toilettengang als auch bei der täglichen Intimpflege immer von der Scheide weg in Richtung des Afters reinigen und nie umgekehrt, damit Keime nicht in Scheide und Harnröhre transportiert werden.

Außerdem ist Frauen anzuraten, nach dem Geschlechtsverkehr zügig die Toilette zur Harnblasenentleerung aufzusuchen.
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Füße in dicken Socken
© iStockphoto
Dicke Socken können vorbeugen. Denn kalte, nasse Füße ziehen oft eine Harnblasenentzündung nach sich.
Waschbecken, Handtuch
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Hygiene mit Maß: Übertriebene Sauberkeit kann das Wachstum krankmachender Keime ebenso fördern wie falsche oder zu wenig Hygiene.