Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.
Leicht soll sie sein, die Liebe, und unbeschwert. Und damit das Baby nur dann kommt, wenn es wirklich gewünscht ist, gibt es eine Vielzahl von Verhütungsmethoden.
Für viele Paare ist Verhütung die natürlichste Sache der Welt. Mit etwas Übung und Interesse am eigenen Körper geht das nämlich auch ohne Hormone und Chemie.
Chemische Methoden wie Zäpfchen oder Schaum schützen nur bedingt. Daher kombiniert man sie besser mit Barrieremethoden wie Kondom oder Diaphragma.
Die Pille: Seit 1960 schützt sie zu fast 100 Prozent zuverlässig vor ungewollter Schwangerschaft und ist damit der wichtigste Vertreter der hormonellen Verhütung.
Einen Weg zurück gibt es kaum: Wer sich sterilisieren lässt, sollte sicher sein, dass er keine Kinder möchte oder die Familienplanung abgeschlossen ist.
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße mittel
  • Schriftgröße maximal

Sterilisation: Eine Entscheidung für (fast) immer

Eine Sterilisation ist die operative Beendigung der Fruchtbarkeit und neben der Enthaltsamkeit der sicherste Schutz vor einer ungewollten Empfängnis. Das Ganze rückgängig zu machen und die Fruchtbarkeit wiederherzustellen gelingt bei Frauen so gut wie nie und auch bei Männern weniger oft als gedacht.

Im Überblick



Die Sterilisation der Frau (Pearl-Index: 0,1-0,3)

Pearl-Index von 0,1-0,3 – aus der Welt der Zahlen übersetzt ins wirkliche Leben bedeutet das: Nur 1 bis 3 von 1000 Frauen werden trotz Sterilisation im ersten Jahr nach dem Eingriff schwanger. Das spricht für sich. In aller Regel können Frauen, bei denen dieser Eingriff durchgeführt wurde, niemals wieder ein Kind bekommen. Frauen, die bereits die Familienplanung hinter sich haben und wissen, dass sie sich keinen weiteren Nachwuchs mehr wünschen, lassen sich manchmal sterilisieren, weil sie dann endlich nicht mehr über Verhütung nachdenken müssen. Aus Frust oder Enttäuschung – etwa über eine misslungene Partnerschaft – sollte eine Frau sich aber nicht sterilisieren lassen – schon gar nicht, wenn sie noch nicht älter als Mitte dreißig ist.
↑ nach oben

Was passiert bei der Operation?

Eine Eileitersterilisation ist heute ein sehr sicherer Eingriff. Unter Vollnarkose werden ambulant oder stationär beide Eileiter im Rahmen einer Bauchspiegelung verschlossen und oftmals zusätzlich durchtrennt (so genannte Tubensterilisation). Dabei werden je nach Operationsmethode die Eileiter durchtrennt, verschorft und mit Clips abgeklemmt. Spätere Versuche, die Eileiter wieder durchgängig zu machen, sind meistens vergebens. Die hormonproduzierenden Drüsen der Frau, die Eierstöcke, werden von der Sterilisation in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt.
↑ nach oben

Habe ich noch meine Periode nach der Sterilisation?

Ja. Die Sterilisation hat keinen Einfluss auf den monatlichen Zyklus, weil die Hormone von diesem Eingriff nicht betroffen sind. Es kommt also weiter zur monatlichen Blutung, die erst mit den Wechseljahren nachlassen und schließlich ganz aufhören wird. Bei manchen Frauen verändert sich jedoch das Blutungsmuster durch die Sterilisation – die Blutungen können dann unregelmäßig und schwerer werden.
↑ nach oben

Hat die Operation Nebenwirkungen?

Neben verstärkten oder unregelmäßigen Blutungen, über die Frauen nach einer Sterilisation gelegentlich berichten, besteht in seltenen Fällen nach diesem Eingriff ein leicht erhöhtes Risiko für eine Eileiterschwangerschaft, wenn es beispielsweise durch Fistelbildung (Ausbildung eines Kanals, etwa durch entzündliche Vorgänge), wieder zu einer Verbindung der Eileiterstümpfe kommt. In der Mehrzahl der Fälle endet diese Schwangerschaft noch vor Ende des dritten Monats – bis dahin können alle Symptome einer Schwangerschaft auftreten: Ausbleiben der Menstruation, Übelkeit und Spannungsgefühle in den Brüsten. Der Schwangerschaftstest ist positiv. In diesem sehr seltenen Fall ist äußerste Vorsicht geboten, denn da die Eileiter durch die Sterilisation verschlossen sind und das befruchtete Ei nicht in die Gebärmutter wandern und sich dort weiterentwickeln kann, muss immer damit gerechnet werden, dass der Eileiter platzt – eine lebensbedrohliche Situation, die mit erheblichen Schmerzen einhergeht und einer sofortigen Behandlung bedarf – am besten im Krankenhaus. Der Ausbleiben der Regelblutung nach einer Sterilisation ist also immer ein Grund, rasch zum Arzt zugehen.

Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher ...
Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob Sie die Sterilisation wirklich wollen, überstürzen Sie nichts. Sie ist normalerweise nicht wieder rückgängig zu machen. Es gibt eine Vielzahl von zuverlässigen Verhütungsmethoden, mit denen Sie eine ungewollte Schwangerschaft so gut wie sicher ausschließen können. Und schließlich gibt es Beratungsstellen, zum Beispiel die profamilia, wo man Sie gern und ausführlich berät und wo Sie kompetente Gesprächspartner finden, mit denen Sie gemeinsam nach der besten Lösung für sich suchen können.
↑ nach oben

Die Sterilisation des Mannes (Pearl-Index: 0,25)

Männer, die unter keinen Umständen (mehr) Kinder zeugen wollen, können sich vom Arzt sterilisieren lassen. Dieser als Vasektomie bezeichnete Eingriff ist fast ebenso sicher wie die Sterilisation der Frau: Nur einer von 400 Männern ist nach der Sterilisation noch zeugungsfähig.

Die verbreitete Meinung, die Sterilisation des Mannes ließe sich wieder rückgängig machen, trifft nur sehr begrenzt zu: Je länger der Eingriff zurückliegt, umso unwahrscheinlicher ist es, dass die Zeugungsfähigkeit wiederhergestellt werden kann. Der Grund dafür sind Antikörper gegen die eigenen Spermien, die viele Männer nach der Sterilisation entwickeln. Je mehr Antikörper im Blut nachweisbar sind, umso weniger fruchtbar ist der Mann. Deswegen sollte jeder Mann, der über eine Sterilisation nachdenkt, sich klarmachen, dass er wahrscheinlich nie mehr Kinder zeugen kann.
↑ nach oben

Was passiert bei der Vasektomie?

Der Eingriff dauert nur eine knappe halbe Stunde und wird unter örtlicher Betäubung meist direkt in der Arztpraxis vorgenommen. Auf Wunsch kann der Eingriff auch unter Kurznarkose durchgeführt werden. Um die Zeugungsfähigkeit langfristig zu unterbinden, müssen die Samenleiter durchtrennt werden. Auf die hormonproduzierenden Drüsen des Mannes, die Hoden, hat die Vasektomie keinen Einfluss. Mit anderen Worten: Es werden weiterhin Spermien produziert, die vom Körper abgebaut werden. Mit der Zeit geht ihre Produktion aber deutlich zurück.
↑ nach oben

Kann es zu Komplikationen kommen?

Wie bei jedem operativen Eingriff kann es zu unbeabsichtigten Verletzungen zum Beispiel der Blutgefäße und zu Nachblutungen kommen. Auch Wundinfektionen sind nicht hundertprozentig auszuschließen – solche Komplikationen sind aber sehr selten und mit 1 bis 2 Prozent eher die Ausnahme als die Regel.
↑ nach oben

„Wirkt“ die Vasektomie sofort?

Die meisten Männer haben noch 1 bis 2 Monate nach dem Eingriff Spermien aus der Samenblase oder den Samenleitern im Ejakulat. Aus diesem Grund muss vom Arzt kontrolliert werden, ob sicher keine Spermien mehr nachweisbar sind. Erst dann kann auf andere Verhütungsmaßnahmen verzichtet werden.

Auf die Potenz des Mannes hat die Vasektomie übrigens keinerlei Einfluss – es kommt wie gewohnt zu Erektion und Samenerguss, nur dass das Ejakulat keine Spermien mehr enthält. Auch die Menge des Ejakulats ist nicht wahrnehmbar vermindert. Einige Männer berichten, dass sie ohne das Risiko einer möglichen Schwangerschaft die Liebe mehr genießen könnten. Andere Männer bemerken keinen Unterschied in Bezug auf ihre sexuelle Befriedigung.
↑ nach oben

Kann man die Sterilisation rückgängig machen?

Das ist prinzipiell möglich, aber nur selten erfolgreich. Der Hauptgrund dafür ist, dass mehr als die Hälfte der sterilisierten Männer nach der Vasektomie Antikörper gegen ihre eigenen Spermien bildet. Selbst dann, wenn im Rahmen eines operativen Eingriffs die Samenleiter wieder durchgängig gemacht werden können, ist nur etwa 1/3 der Männer zeugungsfähig. Je länger die Vasektomie zurückliegt, umso geringer ist die Chance, die Fruchtbarkeit wiederherzustellen.
↑ nach oben

© iStockphoto
Bedenkzeit: Um Klarheit darüber zu gewinnen, ob eine Sterilisation das Richtige ist, helfen Gespräche mit dem Partner oder der Partnerin.
© iStockphoto
Periode bleibt: Die Sterilisation hat weder Einfluss auf die monatliche Regel noch auf den Hormonzyklus und auch nicht auf die Libido einer Frau.
© iStockphoto
Schwer rückgängig zu machen: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zeugungsfähigkeit nach einer Vasektomie wiederhergestellt werden kann, ist geringer als meist vermutet.
© Shutterstock
Mann bleibt Mann: Die Vasektomie hat keinerlei nachteilige Wirkung auf Libido und sexuelle Potenz.
Service Rating Zertifikat: Sehr gut